Grabungsschutzgebiet „Nusplinger Plattenkalk“

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Grabungsschutzgebiet "Nusplinger Plattenkalk"

Seit 1983 ist das gesamte Verbreitungsgebiet des Nusplinger Plattenkalks zwischen den Gemeinden Nusplingen und Egesheim unter Grabungsschutz gestellt. Tafeln an den aktuellen Grabungsstellen weisen darauf hin.
Ein Abbau des Plattenkalks zur Gewinnung von Wegschotter und sonstigem Baumaterial, bei dem zahlreiche Fossilien zerstört würden, ist nun nicht mehr erlaubt. Mit der Grabungsschutz-Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg vom 25.11.1983 sind seitdem auch Grabungen und Aufsammlungen durch Unbefugte verboten Das Grabungsschutzgebiet beinhaltet als Besonderheit das einzige, fossilführende Plattenkalkvorkommen innerhalb Baden-Württembergs.

Grabungsgenehmigung

Eine Grabungsgenehmigung erhielt im Jahr 1993 das Staatliche Museum für Naturkunde in Stuttgart und gräbt seitdem in beiden Steinbrüchen des Nusplinger Plattenkalks.
Wir bitten alle um Verständnis dafür, dass das Betreten der Grabungsstellen mit dem Ziel, dort nach Fossilien zu suchen, nicht gestattet werden kann.
Eine störungsfreie Grabung ist die beste Voraussetzung dafür, dass die Wissenschaftler und die Präparatoren des Stuttgarter Naturkundemuseums eines Tages ein neues, viel vollständigeres Bild der Tier- und Pflanzenwelt in und um die Nusplinger Plattenkalk-Lagune liefern können. Jeder durch Unbefugte zerstörte oder fortgetragene Fund kann ein unersetzlicher Baustein zur Rekonstruktion der Lebewelt vor 150 Millionen Jahren sein.
Ohnehin ist es bei unprofessionellen Grabungen fast unmöglich, einen winzigen Krebs zu bemerken, einen großen Tintenfisch-Schulp unbeschädigt zu bergen oder einen durchmehrere Schichten durchstossenden Belemniten zusammen mit den daranhängenden Schichten freizulegen.

Raubgrabungen

Leider hat es am Anfang der neuen Grabungen Störungen durch Raubgräber gegeben. Dazu beigetragen haben sicherlich die sich an die Grabungen anschließenden Aktivitäten wie Vorträge, Führungen, Ausstellungen und Veröffentlichungen. Inzwischen sind diese Ausgrabungen in der Region so bekannt geworden, dass viele Einheimische mit auf "ihre" Plattenkalke aufpassen. Ohnehin werden an den Tagen, an denen keine Grabungen stattfinden, Kontrollen durch beauftragte Personen durchgeführt.
Wir bitten daher um Verständnis, wenn wir uns auch in Zukunft gegen Raubgräber energisch zur Wehr setzen werden.

Naturschutz und Grabungsschutz

Naturschutz und Grabungsschutz stehen auf dem Westerberg nicht in Konkurrenz, denn gerade die neu entstehenden Halden aus Plattenkalk bilden Biotope, welche die allmählich verwachsenden Steinriegel ersetzen helfen. Auf Trockenrasen und auf alten Halden im Eingangsbereich des Nusplinger Steinbruchs siedeln Enzianarten (Gelber Enzian, Gefranster Enzian) und verschiedene Orchideen wie die Händelwurz und zwei Stendelwurz-Arten. Zahlreiche Arten, die auf der Roten Liste stehen, wie der Frühlings-Enzian und die Kleine Traubenhyazinthe, aber auch viele andere geschützte Pflanzen wie den Seidelbast und die Nestwurz, kann man auf dem Westerberg noch zahlreich finden.

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